Zunächst ist der Mutterboden abzutragen und seitlich zu lagern. Der anstehende Boden ist so vorzubereiten, dass er frostfrei und tragfähig ist. Dazu kann eine Verdichtung erforderlich sein. Hierauf wird der Unterbau aufgebracht, dessen Dicke sich nach der Höhe des anstehenden Bodens richtet. Er dient als A u sgleichsschicht (Auffüllung) und zur Lastverteilung. Geeignet sind Gesteinskörnungen (z.B. Kies- Sand-Gemische) 0/16, 0/32 und 0/45 mm. Für unbefahrene linkerpflasterflächen sollte der Unterbau – je nach Beschaffenheit des Untergrundes – von 20 cm (sandig) bis 40 cm (lehmig) eingebracht u n d mit einem Flächenrüttler lagenweise verdichtet werden.
Die wichtigste Voraussetzung für gutes Gelingen ist eine gründliche Arbeitsvorbereitung. Dazu zählen Festlegung der Höhen, des Gefälles und der Gefällerichtung für die Entwässerung. Nach Bestimmung des Pflasterverbandes werden Randeinfassungen und falls erforderlich Differenzstufen eingemessen und unter Verwendung von Fluchtstangen festgelegt.
Für den späteren Oberbau ist ein zur fertigen Oberfläche parallelflächiges Planum herzustellen. Hierzu wird in diesem Fall eine Kies-Sand-Schüttung (z.B. Mineralstoffgemisch, Kornabgestuft 0/16, 0/32, 0/45 mm) eingebracht und unter Berücksichtigung des Ve rdichtungsmaßes (ca. 2/3 der Schütthöhe) planiert.
Das Verdichtungsmaß für Schüttgüter, wie hier der Kies- Sand-Schüttung, beträgt im allgemeinen ca. 2/3 der Schütthöhe. Bei grobkörnigen Schüttgütern ist darauf zu achten, dass die Korngröße nach oben hin abnimmt und die jeweiligen Schichtdicken weitgehend gleich sind. Dadurch können spätere Setzungsunterschiede vermieden werden. Vo r a u ssetzung ist gleichmäßige Ve rdichtung des Planums.
Eine standfeste Randeinfassung sichert die Tr agfähigkeit einer Pflasterfläche, insbesondere bei Höhenunterschieden zum umgebenden Niveau oder bei anschließenden unbefestigten Flächen. Hierzu wird ein Betonunterbau als Stütze aufgebracht. Diese muss exakt eingemessen und abgeschnürt werden.
Die Lage der Randeinfassung wird unter Berücksichtigung des Nennmaßes der Pflasterklinker zuzüglich eines Fugenmaßes von mindestens 3 mm ermittelt. Für die Höhenlage der Randeinfassung ist zu berücksichtigen, dass ein für die Oberflächenentwässerung ausreichendes Gefälle (mindestens 2,5 %) vorhanden ist. Die A b l a u frichtung muss immer vom Gebäude wegführen.
Eine Randeinfassung kann engfugig oder mit Mörtelfuge auf die Betonunterlage versetzt werden. Die Schnur ist auf der Seite der Pflasterfläche anzulegen. Mörtelfugen sind vollfugig mit Mörtel zu verfüllen und mit Fugenglattstrich (frisch in frisch) zu verfugen. A u ß e r bei Gartenwegen sollte immer eine stabile Randbefestigung durch eine Rückenstütze aus Mörtel erfolgen.
Nach Fertigstellung der Randeinfassung wird die letzte Tragschicht des Oberbaus eingebracht. Sie sollte aus kornabgestuftem Material bestehen. Abschlämmbare Bestandteile sollten 5 % nicht überschreiten.
Die notwendige Konstruktionshöhe für die Decke, also für Bettung und Klinkerpflaster, ergibt sich aus dem Maß der verdichteten Bettung (3 bis maximal 5 cm) und der Dicke des Pflasterklinkers.
Die oberste Tr a g s c h i c h tebene als Unterlage für die Pflasterdecke ist besonders sorgfältig auf Höhe zu bringen und lagenweise so zu verdichten, dass eine geschlossenflächige Oberfläche entsteht.
Die Unterlage, die Oberfläche der obersten Tragschicht, ist fertiggestellt zur Aufnahme der Decke, der Bettung und des Pflasters.
Das Pflasterbett wird als Gesteinskörnung mit einer Kornabstufung 0/4, 0/5 oder 0/8 mm eingebracht. Geeignet sind Kornabgestufte Brechsand/Splitt- Gemische (z.B. Hartkörnungen aus Diabas, Basalt etc.).
Das Bettungsmaterial muss unter Berücksichtigung des Ve r d i c htungsmaßes in gleichmäßiger Schichtdicke verteilt werden.
Beim Verteilen des Bettungsmaterials zu einer gleichmäßigen Schichtdicke stellt die A bschnürung eine große Hilfe dar.
Eine gewisse Vorverdichtung des Bettungsmaterials des Bettungsmaterials ist wichtige Vo r a u s s e t zung für die Vorbereitung des Pflasterbettes zur Verlegung der Pflasterklinker. Nicht vermeidbare Nachsetzungen werden dadurch reduziert.
Einsetzen der Abziehlehren und Kontrolle der Höhenlage mit Hilfe der Abschnürung.
Die Lehren liegen auf Höhe und mit dem geplanten Flächengefälle, so dass die letzte Vorbereitung für das Verlegen, das Abziehen der Bettung, erfolgen kann.
Bei schmaleren Flächen z.B. Gartenwegen dient die Randeinfassung ebenfalls als Lehre. In diesem Fall wird die Abziehlatte um das Maß aus der Dicke der Pflasterklinker abzüglich dem zu erwartenden Endverdichtungsmaß der Bettung (ca. 15 bis 20 % der anstehenden vorverdichteten Bettungslage) und abzüglich der etwaigen Abstufung (Überstand) der Fläche zur Randeinfassung von ca. 1 cm angespart.
Eine fertig abgezogene Bettung ist die beste Vo raussetzung für eine gute Klinkerpflasterdecke. Darauf kann das Pflaster zügig verlegt werden. Für den Pflasterer eine Belohnung für gute Arbeitsvorbereitung.
Abschnittsweise wird der Verlegeverband abgeschnürt, damit die Fugenflucht erhalten bleibt. Hier wird ein Fischgrätverband in der Fugenflucht rechtwinkelig zum Gebäude verlegt gewählt.
Im weiteren Verlauf der Ve rlegearbeiten dient die Schnur weiterhin der Ausrichtung des Verbandes und damit der Einhaltung der Fugenflucht und der Fugendicken. Die Forderung nach einer Fugenbreite von mindestens 3 mm hat zwei Gründe: Sie dient dem notwendigen und nicht vermeidbaren Ausgleich der Herstellungstoleranzen und soll eine gewisse Öffnungsbreite zwischen den Klinkern sicherstellen, damit die Fugen auch vollständig verfüllt werden können. Das ist für die Stabilität eines Belages unerlässlich. Denn nur gut verfüllte Fugen übertragen die Horizontalkräfte ohne Schaden.
Auch die Querflucht des frischen, neu verlegten Pflasters muss wiederholt überprüft werden.
Bei dem hier gewählten Verband fallen entlang der Randbefestigung und der Gebäudeflucht Ergänzungssteine als halbe Steine an. Die werden bei fortlaufender Verlegung mit eingesetzt, da sie im Rahmen der A r b e i t svorbereitung auf Vorrat geschnitten werden können.
Die Verlegerichtung ist immer vorwärts von der verlegten Pflasterfläche aus. Dieser Rohzustand oder Montagezustand ist einer guten Vorbereitung mit Vo r v e rdichtung der Bettung zu verdanken.
Schräg verlaufende Anschlussschmiegen am Bau sind nachträglich auszulegen. Hier ist zwar der Winkel der Schmiege immer gleich, jedoch ist die Steinlänge unterschiedlich. Deshalb muss in solchen Fällen jeder Stein gemessen werden.
Mit einer Nassschneidemaschine werden die für die Schmiegen benötigten Klinker gesägt.
Auf die verlegte Fläche muss sofort das Fugenmaterial aufgebracht und in die Fuge eingefegt werden. Die Fugen sind mit dem Fortschreiten des Verlegens zu v e r f ü l l e n. Vor der weiteren Fertigstellung wird oft noch ein Ausgleich oder eine Ausrichtung der Fugenflucht vorgenommen.
Nachdem das fertig verlegte Klinkerpflaster ausgerichtet ist, wird das Fugenmaterial eingebracht. Dieses Fugenmaterial muss auf das Material der Bettung abgestimmt sein. Als Bettung wird hier ein Brechsand-/Splittgemisch in der Kornabstufung 0/4, 0/5, 0/8 mm gewählt. Das setzt voraus, dass für die Fugenfüllung ebenfalls eine Brechsandmischung in der Kornabstufung 0/4 mm verwendet wird, hier Splitt 0/4 mm. Das Fugenmaterial darf nicht in Hohlräumen der Bettung verrieseln. Dadurch würde das Pflaster instabil.
Das aufgebrachte Fugenmaterial ist vollkommen in die Fugen einzufegen bzw. unter begrenzter Wasserzugabe einzuschlämmen. Vor der endgültigen Verdichtung des Klinkerpflasters ist überschüssiges Fugenmaterial von der Oberfläche zu beseitigen. Es ist darauf zu achten, dass durch das Einschlämmen ein Aufweichen des Pflasterbettes vermieden wird.
Bis zum Verdichtungsvorgang sollte eine Absetzzeit eingeplant werden. Die Verdichtung des Belages erfolgt mit einem Flächenrüttler mit auf der Unterseite angebrachter Neopreneplatte zum Schutz der Pflasterklinker vor Beschädigung. Die Unwucht des Rüttlers sollte auf eine mittlere Frequenz eingestellt werden, um die Fugenflucht nicht zu stören.